Ortsgeschichte

Hecken ist ein typisches kleines Hunsrückdorf mit heute 127 Einwohnern und liegt ca. 4 km südwestlich von Kirchberg in Richtung Rhaunen. Der Ort liegt in nördlicher Hanglage, 420m ü.N.N. unterhalb des Bannholzes, was sogleich die höchste Erhebung in der Gemarkung darstellt.

In früheren Jahren bestand der Ort überwiegend aus mittleren und kleineren Landwirtschaftsbetrieben, heute gibt es davon nur noch 3 Vollerwerbslandwirte. Weiterhin gab es früher einen Schmied, ein Lebensmittelgeschäft, ein Gasthaus, eine Dorfschule und eine Poststelle, die heute allerdings nicht mehr existieren.

Der Ort Hecken wird erstmals genannt, als Graf Johan von Spohnheim 1291 seinem Kastellauner Burgmann Herrmann von Kestilun erlaubt, seine Frau Sophia auf den Hof in Hecken zu bewittumen. Die alten Schreibweisen im 13. und 14. Jh. waren Hecke, Heckin und "zu den Hecken", was aus dem althochdeutschen "hag" - eingehegtes Wald- oder Feldstück - gebildet ist.
Nach dem Ort Hecken nannte sich ein Rittergeschlecht. Der erste Vertreter dieses Geschlechtes, Heinrich von Hecken, gehörte 1290 dem Kirchberger Schöffengericht an. In Hecken selbst hatten die Grafen von Spohnheim einen Hof, bestehend aus 3 Häusern und 3 Scheunen mit dem dazugehörigen Hofgelände.

Das älteste Schriftstück, das sich in der Gemeinde Hecken befindet, stammt aus dem Jahre 1737 und ist eine Kopie des Fürstlichen, Markgräflichen, Badischen Hofrates und Oberamtmannes Seitz des Oberamtes Kirchberg.
Erstens soll ein neu angehender Untertan oder Bürger bei seinem Antritt in die Gemeinde, bevor er das Gemeinsrecht erlangt hat, schuldig und gehalten sein, einen ledernen Feuereimer zu stellen, widrigenfalls und in solange derselbe in die Gemeinde nicht an – und aufgenommen werden soll, bis er dieses befolgt und solchen Feuereimer gestellt haben wird.


Zu den Besonderheiten von Hecken gehören die im "Bannholz" verteilten ca. 100 Hügelgräber; dabei handelt es sich um das größte zusammenhängende Gräberfeld des mittleren Hunsrücks. Bei Planierungsarbeiten im Verlauf der Umlegung 1953 wurde unter anderem ein Brustwendelring gefunden, welcher heute als Motiv in dem Ortswappen von Hecken zufinden ist.

Das Ortswappen wurde 1997 entworfen. Hierzu wurde in Zusammenarbeit mit dem Heimathistoriker Willi Wagner und dem Gemeinderat ein Wappen entworfen, das eine Heckenrose auf einem Hügelgrab und einem Wendelring darstellt.

Das Gemeindeleben zeichnet sich durch zahllose Aktivitäten, wie Vereinsfeste und Feiern und gemeinsame Gemeindearbeiten zur Kostenreduzierung über das Jahr aus. Durch diese Aktivitäten haben sich in den letzten Jahren das Zusammenleben und der persönliche Kontakt untereinander wesentlich verstärkt.
 
 
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